Depression ist mehr als ein Neurotransmitterproblem: Neurobiologische, immunologische und stressbezogene Mechanismen prägen Subtypen und Schweregrad. Der Artikel zeigt, wie dieses Wissen in der hausärztlichen Praxis hilft – von Screening und Basismaßnahmen bis zu leitliniengerechten Therapieoptionen.
Die Darm-Hirn-Achse verbindet Mikrobiota, Immunsystem und zentrale Stressregulation. Für die hausärztliche Versorgung bedeutet das: Ernährung und Nährstoffstatus sind nicht nur Lifestyle-Themen, sondern beeinflussen nachweislich Stimmung, Stressantwort und Therapieerfolg bei Depressionen.
Absetzsymptome von Antidepressiva sind häufiger und teils ausgeprägter als lange angenommen, insbesondere bei längerer Einnahmedauer. Aktuelle Daten sprechen für eine Überprüfung der Verordnungspraxis.
Depression im Alter folgt eigenen Regeln. Erfahren Sie hier mehr über neurobiologische Alterungsprozesse, Risikofaktoren, Therapieoptionen und warum klassische Strategien bei älteren Patient:innen oft nicht ausreichen.
Wie Patient:innen ihre somatische Erkrankung wahrnehmen, beeinflusst maßgeblich das Risiko für Depression, Angst und Distress. Erfahren Sie hier, warum Krankheitsrepräsentationen – und ihre gezielte Beeinflussung – besonders bei chronischem Schmerz klinisch zentral sind und wie pflanzliche Optionen in ein ganzheitliches Behandlungskonzept eingebettet werden können.
Die Perimenopause, typischerweise zwischen 45 und 55 Jahren, ist durch erhebliche hormonelle Schwankungen gekennzeichnet. Sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel wirken sich auf Neurotransmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin sowie auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA) oder auch Stress-Achse genannt aus.
Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten Ursachen psychisch bedingter Arbeitsausfälle. Neben der individuellen Belastung für Betroffene entstehen erhebliche gesellschaftliche und ökonomische Folgen.
Was tun, wenn die Depression immer wiederkehrt? Viele Patient*innen erleben nach der ersten depressiven Episode eine gewisse Erleichterung – doch die Gefahr ist groß, dass die Erkrankung zurückkehrt. Rezidivierende depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit [1]. Im Gegensatz zu chronischen Depressionen verlaufen sie episodisch: Auf depressive Phasen folgen beschwerdefreie Intervalle. Wichtig ist die Abgrenzung zur bipolaren Störung, bei der zusätzlich manische Episoden mit gesteigertem Antrieb und Euphorie auftreten.
Immer mehr Forschung verdeutlicht, dass Getränke nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Psyche beeinflussen. Besonders zuckerhaltige Softdrinks stehen im Verdacht, depressive Symptome zu fördern – über Mechanismen, die im Darm beginnen und im Gehirn enden.
Frau M., 72, wirkt unkonzentriert, vergisst Termine und klagt über Schlafprobleme. Diagnose Demenz? Nicht unbedingt. Auch eine Depression kann solche Symptome hervorrufen – und ist im Gegensatz zur Demenz oft gut behandelbar. Die Differenzialdiagnose entscheidet also über Schicksale.
Eine Plattform für den Austausch von Informationen über psychisch kranke Täterinnen bzw. Täter soll künftig die Sicherheit in Deutschland erhöhen und gleichzeitig die Therapie bei psychischen Erkrankungen verbessern. Was genau geplant ist und wie diese Gradwanderung ohne Stigmatisierung gelingen soll erfahren Sie hier:
Nach dem Beenden einer Antidepressiva-Therapie können Absetzsymptomen auftreten, die auf physiologischen Anpassungen an die Pharmakotherapie beruhen.1 Wie häufig diese sind und unter welchen Wirkstoffen geringere bzw. stärkere Symptome zu erwarten sind, zeigte eine kürzlich in „The Lancet Psychiatry“ veröffentlichte Metaanalyse.2,3