KI und Depression: Wie verändert die digitale Selbstinformation die Ärzt:innen-Patient:innen-Beziehung? – Sebastian Alsleben im Interview

87 Prozent der Deutschen informieren sich online über ihre Gesundheit – 40 Prozent bereits per Chatbot. Und gerade depressive Patient:innen greifen besonders häufig auf KI-Tools zurück: wegen Antriebsmangel, Scham und langer Wartezeiten auf einen Therapieplatz. Manche überbrücken damit viele Monate, bevor sie professionelle Hilfe suchen. Das verändert die Ausgangslage in der hausärztlichen und psychotherapeutischen Praxis grundlegend.

Dieser Realität stellte sich der Spektrum Depression Kongress 2026 „Alles auf Anfang – Depression verstehen, behandeln, begleiten". Sebastian Alsleben, Facharzt für Allgemeinmedizin und Co-Founder von MediMeets (Plattform für digitale Praxislösungen), Solingen, bringt dabei die Perspektive der Primärversorgung ein. Im Interview spricht er darüber, ob KI beim Behandlungseinstieg bei Depression eher hilft oder schadet, wie man mit Patient:innen umgeht, die monatelang auf digitale Selbsthilfe gesetzt haben und warum der Wunsch nach pflanzlicher Therapie in der Praxis längst kein Randthema mehr ist. Ein Gespräch über die neue Realität in der Primärversorgung – offen und praxisnah.

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